solafide

Wahrheit und Ehrlichkeit

Von Valentino.

Ich bin 1960 in Grabs geboren und aufgewachsen in Schaan (Liechtenstein). Ich lebte bis zu der 7.Klasse bei meiner Grossmutter. Es war eine wunderschöne Zeit für mich, denn ich bin unehelich aufgewachsen.  
Als ich in der 7.Klasse war hat meine Mutter meinen leiblichen Vater geheiratet und ich musste in das Toggenburg ziehen. Dort absolvierte ich das letzte Schuljahr mit einigen schwierigen Umständen und war froh als es zu Ende war.Denn so konnte ich eine Malerlehre anfangen bei meinem lieben Götti in Liechtenstein, der für mich wie ein Vater war. Jedoch brach ich diese Lehre nach eineinhalb Jahren wieder ab, weil ich dachte, da es mein Götti ist müsse ich nicht so viel arbeiten wie die anderen Mitarbeiter. Also kehrte ich wieder zurück in das Toggenburg, wo mein Vater sich um eine Lehrstelle für mich bemühte.
Er fand eine in Ebnat-Kappel bei der Firma Niederer die Textilveredler (Färber) ausgebildet haben. Ich habe diese Lehre dann auch sehr gut abgeschlossen. In dieser Zeit lief es zwischen mir und meinem Vater gar nicht gut. Er hat mich von Zuhause verstossen und ich durfte auch meine Mutter nicht mehr sehen.
Ich habe dann auswärts bei einer Familie gelebt, bei der ich mich sehr wohl und geborgen fühlte.
Was mir aber am allermeisten gefehlt hatte war der Kontakt zu meiner Mutter.

Ich arbeitete dann noch zwei Jahre bei der Firma Niederer bis zu ihrer Schliessung. In der Zwischenzeit hatte ich wieder Kontakt zu meiner Mutter und durfte auch wieder zu Hause leben.
Zu meinem Vater hatte ich so gut wie keinen Kontakt. Da er immer zu mir sagte dass ich ein Versager sei, wuchs in mir der Hass gegen ihn zusehends.
Das hat mich jedoch noch stärker gemacht in dem ich mir sagte, ich werde es dir beweisen das ich kein Versager bin.

Nach diesen zwei Jahren bei der Firma Niederer fing ich bei der Firma Blockfabrik in Lichtensteig als Hilfsarbeiter an. Dort kam es dann wieder zu einem Vorfall mit dem höchsten Chef (Er war ein ganz lieber Mann), indem er mir die Schuld für etwas gab was mich gar nicht betroffen hatte. Ich liess mir das nicht gefallen und rechtfertigte mich. Näher möchte ich nicht auf diesen Vorfall eingehen. Es ging dort schon um Ehrlichkeit und Wahrheit. Dann hatte er mir gekündigt. Doch am letzten Tag als ich mich bei Ihm verabschieden wollte, sagte er ich könne doch noch bleiben. Aber das wollte ich nicht.

Ich ging mit meinem Kolleg nach Zürich und hab dort als Hilfsarbeiter bei einem Dachdecker gearbeitet. Ich musste mir jedoch dass ich so auch nicht weiter komme. Dann habe ich 1986 die Dachdeckerlehre begonnen und 1989 erfolgreich abgeschlossen.
Ich arbeitete ab diesem Zeitpunkt Temporär, das heisst ich habe mich selber an Firmen vermietet.

Im gleichen Jahr habe ich meine jetzige Frau Annelies kennengelernt. Damals dachte ich, dass ich Sie nie zur Frau bekommen werde, denn im gleichen Jahr musste ich wegen einem Delikt für sieben Wochen in die Habhaft. Ich musste in dieser Zeit wirklich um meine Frau kämpfen das Sie bei mir blieb und ich habe nie vergessen, dass Sie trotz diesen Voraussetzungen zu mir gestanden ist und wir so am 5. Juli 1991 in Winterthur heirateten.
Unser Familienglück wurde am 7.Dezember1993 durch die Geburt unserer Tochter Nadine ergänzt.

Im gleichen Jahr musste ich von der SUVA aus den Dachdecker Job aufgeben, da sich Probleme mit meinen Augen einstellten und die Trittsicherheit nicht mehr gewährleistet war. Ich habe aber im gleichen Jahr ein Job bei der Firma Maggi in Kemptthal als Hilfsarbeiter gefunden. Es war eine sehr gute Firma. Aber ich musste auch da wieder erkennen, dass es so als Hilfsarbeiter nicht weiter gehen kann, da ich eine Familie zu ernähren hatte. Also habe ich dann bei der IV und Suva wegen einer Umschulung angefragt und drei Jahre für die Einwilligung der Umschulungsmöglichkeit gekämpft und konnte 1996 mit Umschulung zum Lagermeister beginnen.

Eine anspruchsvolle Zeit fing an ihren Lauf zu nehmen, indem wir im Januar ins Toggenburg, genauer gesagt in den Wintersberg zogen wo wir ein Haus gemietet haben.
Im April habe ich die Umschulung als Lagermeiste in Rupperswil Aargau begonnen und hatte jeweils am Freitag und Samstagvormittag Schule, sowie vier mal pro Jahr eine Block Woche. Ich arbeitete aber zu 100%  bei der Firma Maggi weiter. Im gleichen Jahr kam unser zweites Kind unser Sohn Manuel am 6. Juni.1996 zur Welt. Der Alltag mit dem Arbeitsweg Toggenburg nach Kempthal war sehr streng, sodass ich die Firma Maggi 1997 verlassen habe.

Von 1997 bis 1999  arbeitete ich als stellvertretender Meister bei der Bürsten Fabrik in Ebnat-Kappel. Dort hatte ich dann auch immer wieder mal wegen meiner ehrlichen und direkten Art Konflikte und konnte nicht länger dort arbeiten. Habe aber in dieser Zeit den Abschluss als Lagermeister gemacht.

Im Herbst 1999 bis 2002 arbeitete ich bei der Firma TopPac AG als Lagermeister. Dort habe ich viel Mobbing erlebt und habe die Leute zurechtgewiesen und meine Meinung kundgetan. Dies endete auch nicht gut.

2003 bis 2007 war ich in der Blockfabrik Wattwil als Leiter Spedition und als Mitglied im Kader tätig. Dort habe ich Lehrlinge ausgebildet und hatte eine gute Zeit. Bis halt auch wieder viele Unwahrheiten auftauchten und ich mit dem Vorgehen der Geschäftsleitung nicht einverstanden war. Es entsprach einfach nicht der Wahrheit und ich konnte das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Auch gab es wieder Mobbing und andere Vorfälle. Dann musste ich dort innerhalb einer Stunde mein Büro räumen und das Gelände verlassen.

Dann war ich ein halbes Jahr arbeitslos. Musste dann wieder weit unten als Lagerist in Aadorf bei der Firma Gressel anfangen. Dort war ich ein Jahr bis 2009. Dann sagte ich so geht es nicht weiter und habe mit meiner Frau darüber geredet und gekündigt.
Zu dieser Zeit wohnten wir schon im Bendel Ebnat-Kappel und hatten ein Haus und eine Besenbeiz und die lief sehr gut.
Die Gäste haben uns vorgeschlagen, dass wir doch selber ein Restaurant aufmachen sollen. Dann gaben wir uns einen Ruck und fingen selber an zu wirten. Es lief sehr gut bis am 1.Mai 2010 das Nichtrauchergesetz kam. In diesem Jahr hatten wir 30% weniger Umsatz gemacht. Ab da hatten wir auch jede Menge Probleme mit dem Nachbarn.
Im Frühling 2013 haben wir mit dem Wirten aufgehört.

Habe dann wieder weit unten angefangen zu arbeiten, beim Mc Donalds als Crewmitarbeiter. Dort war ich mehr oder weniger am Grill tätig. Dann musste ich mir eingestehen, dass es auch nicht das Wahre ist.

Danach war ich von 2014-2016 Koch und Allrounder bei der Churfirsten Sansibar, dort habe ich auch den Chef vertreten wenn er weg war. Von dort aus bin ich dann weiter und habe eine Saison in Wildhaus gemacht. Wegen diversen Differenzen um die Wahrheit hörte ich auch bei den beiden letzten Arbeitgebern auf.

 Wahrheit ist ein schmaler Grat.

Anfangs 2017 bis Herbst 2017 habe ich eine Weiterbildung für Fachpersonal in St.Gallen absolviert. Die Wintersaison 2017 arbeitet ich als Koch bei Madrias Bergbahnen in Klosters. Das war eine super Zeit, wir hatten es sehr gut.

Die Sommersaison 2018 habe ich in der Badi und Herberge Rorschach gemacht. Danach war ich im Bürgerheim in Chur temporär am Arbeiten für ein Monat. Im Oktober hat mich die Firma Säntis Gastronomie in St. Gallen Teilzeitverhältnis auf Abruf angestellt. Die Wintersaison 2018 verbrachte ich wieder bei den Madrisa Bergbahnen. Im Sommer 2019 war ich wieder bei Säntis Gastronomie arbeiteten gegangen und Temporär für Adia und Coople. Die Wintersaison 2019 verbrachte ich wieder bei den Madrisa Bergbahnen aber nur bis Mitte April danach kam ja die Corona Zeit.

Bis dahin muss ich ehrlicherweise zugeben, hat Gott in meinem Leben absolut keine Rolle gespielt. Glauben und der Gleichen mag wohl gut sein für Leute die das brauchen aber ich war gar nicht gut auf diese Themen zu sprechen, ganz im Gegenteil.

Am 14.November 2020 sammelte ich Unterschriften für die Freunde der Verfassung . An diesem Tag ist mir Pädi und Claudio über den Weg gelaufen und sie haben mich angesprochen. Als wir zusammen geredet haben, hat mir Pädi vorgeschlagen das wir uns in der Gemeinde solafide in Wattwil treffen um einen Kaffee zu trinken und weiter zu reden und ich willigte ein. Da hat er mir von Jesus erzählt und dass es nicht um Religion oder Sekten geht, sondern nur um Jesus alleine. Ich merkte sofort  – das ist es. Der HErr, die Wahrheit. Dann musste ich nicht lange überlegen und nahm Jesus an, der für meine Sündenschuld bezahlt hat.

Und ich muss sagen, ich danke dem HErrn, dass ich den Weg finden durfte und er mich zu ihm führte. Danke HErr für alles.


Dann sagte Pädi, das jeweils am Dienstagabend Bibelstunde und am Sonntag eine Predigt sei. Dann wurde mir schnell bewusst, dass man das Wort vom HErrn auch kennen muss. Seit diesem Zeitpunkt, besuche ich regelmässig die Gemeinde am Dienstag und Sonntag. Wenn man den HErrn annimmt muss man auch das Wort hören und in die Bibelstunde gehen. Und alle die den HErr annehmen und nicht in die Gemeinde kommen sollen es grad lassen. Unehrlichkeit und Heucheleien gibt es bei uns unter Brüdern nicht, das soll nicht so sein, man soll sagen was man denkt und offen und ehrlich sein. Ein wichtiger Vers für mich steht in den Sprüchen Salomos Kapitel 3 Vers 5 und 6

Verlass dich auf den HErrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand;

Sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.

Und so ist es. Ich kann es gar nicht recht beschreiben, es ist so ein schönes Gefühl. Seitdem ich beim HErrn bin habe ich eine innerliche Ruhe gefunden.

Was man alles mit dem Herrn erlebet ist so schön. Nehmt den HErrn an und geht den Weg.

Im Frühling 2021 verspürte ich den Drang mich taufen zu lassen um es zu zeigen  von neuem geboren zu sein. Am 22.Juli 2021 um 16:00  Uhr habe ich mich in der Thur von Pädi taufen lassen und einer seiner Söhne Sohn war auch anwesend. Das war für mich ein Erlebnis welches ich kaum beschreiben kann. Das ist das schönste was es gibt. Für mich gibt es nichts anderes mehr als der HErr und ehrlich gesagt will ich es auch nicht mehr anders. Und sicher macht man auch wieder Fehler und das passiert jedem. Es hat schon viele Früchte getragen den Weg mit dem Herrn zu gehen.

Meine Tochter hat auch zum HErrn gefunden und jetzt noch vielleicht mein Sohn, was will ich noch mehr? Wenn man eine Familie hat und die zum HErrn findet gibt es nichts Schöneres. Wie auch der Titel schon sagt. Es gibt ja den Vers Johannes 14:6

 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.


Ja und so ist etwa auch mein Leben gewesen ein schmaler Weg mit der Wahrheit und der Ehrlichkeit.  In der Bibel gibt es auch zwei Wege: den breiten Weg der in die Verdammnis führt und den schmalen Weg mit dem HErrn und ich empfehle jedem den schmalen Weg zu wählen.

So kannst du sagen ich bin ein Kind Gottes, das ist so wunderschön. Danke, Amen.
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